AMD Ryzen die neue Generation von AMD

AMD Ryzen

Neue CPUs lassen Markt für Prozessoren aufhorchen

Nach fünf Jahren Entwicklungszeit stellte AMD am 2. März seinen neuen Prozessor Ryzen vor. Die ersten technischen Spezifikationen lesen sich sehr ansprechend, Tests und Benchmarks sprechen für einen echten Konkurrenzen zu Intels Kaby Lake Core i5 7000 und Core i7 7000, 6900 und 6800. Insgesamt plant AMD neun Modelle des Ryzen, mit acht, sechs und vier Kernen. Natürlich gibt es ein High-End Modell, den Ryzen 7 1800 X für den Sockel AM 4, aber gerade auch die niedriger getakteten Modelle sind eine klare Kampfansage an die Mittel- und obere Mittelklasse.

Für welche Computer ist die neue CPU interessant?

Für Interessenten an einer neuen CPU sind die neuen Modelle eine wilkommene Einladung zum Aufrüsten des eigenen Computers.

Das neue Spitzenmodell 1800 X kann in anspruchsvollen Anwendungen und neuen Spielen von seinen acht echten Zen-Kernen und der hohen Leistung pro jeweiligem Takt profitieren, die knapp unter dem Niveau der Haswell-Generation aus dem Hause Intel liegt. Der Speichercontroller bremst den 1800 X aber offenbar, weshalb er dann im Schnitt auf dem Niveau des günstigeren Core i7-6800K (440 Euro statt 560 Euro) landet.

Wer als Nutzer viele Videos rendert oder transcodiert, Bildbearbeitung betreibt oder allgemein regelmäßig große Datein kompiliert ist mit der neuen Reihe gut beraten – Nutzer die vor allem viele Computerspiele auf hohem Niveau nutzen, erhalten aktuell noch bei Intel die günstigeren Aufrüstkits. Aktuelle Blockbuster unter den Spieletiteln profitieren bisher wenig von vielen Kernen im Prozessor, allerdings ist auch hier bereits ein Trend zur Ausnutzung der verteilten Rechenleistung erkennbar. Und wenn die gesamte Anzahl an Prozessor-Kernen genutzt wird, liegt die neue CPU weit vor AMDs bisherrigem Spitzen-Prozessor, dem FX 8370 – und gleichauf mit Intels Flagschiff, dem Core i7 6900 K.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Im Aufrüstkit für die neue Prozessor-Generation sollte auch ein entsprechender Lüfter enthalten sein, denn die Ryzen-Reihe verfügt mit der Extendet Frequency Range (XFR) über eine automatische Übertaktung die es bezüglich ihrer Leistung in sich hat – allerdings arbeitet diese Temperaturabhängig. Das Overclocking wird also verhindert, wenn im Gehäuse des betreffenden Computer keine gleichermaßen hochwertige Kühlung arbeitet.

Übrigens: Die 8 Kern Modelle arbeiten dank der Simultaneous Multithreading genannten Technik mit effektiv 16 Threads insgesamt. Die Taktung liegt beim Spitzenmodell Ryzen-7 1800 X bei 3,6 GHz beziehungsweise 4,0 GHz im Turbo. Eine iGPU ist im Gegensatz zum Core i5 oder Core i7 von Intel nicht enthalten. Die Leistungsaufnahme beträgt beim Spitzenmodell etwa 93 Watt und ist damit eher unauffällig in direkter Nachbarschaft zum Core i7 mit 96 Watt Verbrauch. Spannender ist der Wert bei der kleinen Schwester des Spitzenmodells, dem neuen Prozessor mit sechs Kernen. Dort berichteten Fachmedien von einer Leistungsaufnahme von lediglich 65 Watt – einem erfreulich niedrigen Wert.

Der Verkauf läuft seit der ersten März-Woche. Zum Markstart spricht AMD von mehr als 80 verfügbaren Mainboards, einige Hersteller verweisen jedoch auf ein punktuell späteren Veröffentlichungszeitraum für die Hauptplatinen. Der neue Sockel AM4 ist auch der erste, mit dem DDR4 Arbeitsspeicher unterstützt wird. Entspreche Chipsätze sind X 370, B 350 und A 320. Einem späteren Aufrüstkit in diese Richtung ist somit also Rechenschaft getragen.

Hier* zeigen wir euch eines der ersten Aufrüstkits mit einem AMD Ryzen

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