PC aufrüsten durch Grafik, Arbeitsspeicher oder CPU

So rüsten Sie Ihren PC bequem auf – mit einem Aufrüstkit

Nicht nur die neuesten Games, sondern auch Betriebssysteme und Anwendungen fordern immer schneller immer mehr Rechnerleistung. Es dauert nicht lange, bis der Prozessor zu langsam und der Speicher zu klein ist oder Anschlüsse für die neuen Laufwerke fehlen. Glücklicherweise ist ein PC sehr flexibel und lässt sich leicht aufrüsten, erweitern und umbauen. Eine bessere Grafikkarte, ein schnellerer Prozessor und mehr Speicher sind mit etwas Geschick leicht eingebaut. Kniffelig wird es, wenn die Aufrüst-Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder die neue Wunschkomponente nicht zum restlichen PC passt. Statt eines komplett neuen Rechners lassen sich auch alle notwendigen Komponenten einzeln kaufen, doch die optimale Zusammenstellung zu finden ist schwierig. Mit einem Upgradekit – auch Aufrüst- oder Tuningkit genannt – geht das Aufrüsten einfacher, bequemer und günstiger.

Das Mainboard – Dreh- und Angelpunkt

Das grundlegende Problem ist, dass vor allem Mainboard, CPU und Arbeitsspeicher einen recht engen Verbund bilden und sich nicht beliebig kombinieren lassen. In ein Mainboard mit einen AMD-FM2+-Sockel kann keinen AMD-AM3+-Prozessor eingebaut werden. Sockel und CPU passen schlicht nicht zusammen. Gleiches gilt für den Arbeitsspeicher, entweder das Board unterstützt DDR-3- oder DDR-4-Speicher. Man kann schon sehen, worauf es hinausläuft: Das Mainboard ist Dreh- und Angelpunkt des Rechners. Alle Komponenten — ob intern oder extern – sind entweder direkt oder indirekt mit dem Board verbunden. Möchte man beispielsweise die Grafikkarte aufrüsten, dann ist unter Umständen ein neues Mainboard fällig. Das kann aber bedeuten, dass die alte CPU und der Speicher nicht mehr passen. Irgendwelche passenden Teile zusammenzubauen – Hauptsache es passt irgendwie – ist auch keine Lösung. Sind die Komponenten nicht aufeinander abgestimmt, drohen Leistungseinbußen oder sogar instabile Systeme. Genau hier kommt das Tuningkit ins Spiel.

Das Aufrüstkit – die bequeme Alternative zum neuen PC

Ein Upgradekit ist ein fertig montiertes Paket aus Mainboard, Arbeitsspeicher und CPU samt Kühler. Darüber hinaus sind üblicherweise die notwendigsten Kabel, Adapter und Schrauben sowie alle Treiber und eine Umbauanleitung enthalten. Die Komponenten sind vom Anbieter sorgsam aufeinander abgestimmt. So bekommt man optimale Leistung ohne das mühselige Zusammensuchen passender Teile. Ganz so einfach wie in den Prospekten der Anbieter behauptet ist der Einbau allerdings nicht. Er sollte sich jedoch von allen Leuten, die etwas Geschick besitzen und vorsichtig vorgehen bewerkstelligen lassen. Im Zweifelsfall fragt man einfach einen Freund, Kollegen oder Angehörigen. Erfahrene PC-Tüftler brauchen für den Umbau keine 15 Minuten. Wer es selbst machen möchte, finden neben der beiliegenden Anleitung viele Videoanleitungen bei YouTube und Co.

Das richtige Upgradekit finden

Obwohl ein Tunigkit das Aufrüsten vereinfacht, sind einige Dinge zu beachten. Egal ob Kit oder nicht, das Mainboard muss ins Gehäuse passen und alle Anschlüsse für bestehende Komponenten und Geräte haben. Die drei am weitesten verbreiteten Formfaktoren sind (von klein nach groß): Mini-ITX, Micro-ATX und ATX. Die drei Größen sind abwärts-kompatibel, dass heiß, die kleinen Formen lassen sich auch in die größeren Gehäuse einbauen, nicht aber umgekehrt. Ist die benötigte Größe unbekannt, kann man das vorhandene Mainboard und das Gehäuseinnere ausmessen und mit den standardisierten Größen vergleichen:

• Mini-ITX: 17 cm x 17 cm
• Micro-ATX: 24,4 cm x 24,4 cm
• ATX: 30,5 cm x 24,4 cm
Zum Schluss notiert man sich alle wichtigen Anschlüsse und Eigenschaften, die das Tuningkit haben soll. Üblicherweise sind folgende Aspekte wichtig oder gewünscht:

• CPU-Typ, Model und Taktgeschwindigkeit
• Größe, Geschwindigkeit und Betriebsmodi des Arbeitsspeichers (Single-, Dual-, oder Quad-Channel)
• Onboard-Komponenten wie Grafik-, LAN- und Soundchip
• Ausreichend freie RAM-Steckplätze für späteres Nachrüsten
• Ausreichender PCIe-x16 Standard (2.0 oder 3.0) für die Grafikkarte
• Anzahl der PCI und PCIe-x1 Steckplätze
• Vorhandensein von VGA-, DVI- und HDMI-Anschlüsse für Monitore und Fernseher
• Anzahl und Version der USB-, Firewire-, Netzwerk- und Sound-Anschlüsse
• Anzahl und Version der SATA, eSATA und IDE-Anschlüsse
Nun hat man alles zusammen, und kann loslegen mit dem Suchen und Vergleichen.

Viel Erfolg!

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