Intel I7 6700k

Intel I7 6700k Central Processing Unit

Es ist schon etwas paradox, denn wieder einmal kommt Intel mit einem neuen Prozessor daher und es ist nicht das erste Mal, dass hierfür auch ein neuer Sockel benötigt wird. Das neue Flaggschiff des Herstellers nennt sich Intel i7 6700k und gehört der 6. CPU Generation an. Der Prototyp wurde noch unter dem Namen Skylake geführt und tatsächlich könnte diese Version enorme Höhen erreichen.

Umfangreiches Aufrüstkit

Wer allerdings seinen PC nun mit einer i7 6700k CPU aufrüsten will, der kann nicht einfach nur den Prozessor tauschen. Intel setzt bei den neuen Modellen auch auf einem speziell für diese entwickelten Sockel. Dieser verspricht eine höhere Leistungsfähigkeit, geht allerdings auch zulasten der Brieftasche. Der neue Sockel 1151 kann nämlich nicht abwärts genutzt werden. Dies bedeutet, dass kein i7 6700k auf einem 1150 und umgekehrt kein 1150er auf einem 1151er Sockel laufen kann. Zudem muss auch noch ein spezieller Chipsatz her, denn Z170 läuft bei der nächsten Generation nichts. Somit muss sich zwangsläufig ein neues Board angeschafft werden, welches die entsprechenden Spezifikationen besitzt.

DDR4 wird Pflicht

Der Prozessor weißt aber auch noch in anderen Punkten harte Hardwareanforderungen auf. So muss das Board mindestens mit DDR4 bestückt werden können. Allerdings gibt es hier auch einige Schlupflöcher, denn je nach Hersteller kann auch DDR3 verwendet werden, sofern der Chipsatz mit einem entsprechenden Controller versehen ist oder aber das Board über zwei separate Speicherslots verfügt. Gerade letztere Variante ist nur schwer zu bekommen. Dennoch bietet die Bestückung mit DDR4 Speicher durchaus Vorteile, die Leistungskapazität wird durch die extrem schnellen Latenzzeiten und den hohen Speicherdurchsatz enorm erhöht.

Der neue Prozessor an der CPU-Front muss auch dementsprechend gerüstet werden, denn immerhin liefert er von Haus aus eine Taktfrequenz von 4 GHz und kann mit dem integrierten Turbo Boost sogar noch auf 4,2 GHz übertaktet werden. Auch das Takten von Hand geht sehr einfach, denn das im Namen vorhandene K zeigt, dass der Multiplikator bei diesem Modell frei gewählt werden kann. Allerdings ist bei dieser Methode Vorsicht geboten, denn es kann durchaus geschehen, dass der Kern hierbei einen Defekt erleidet. Die Hyper Threading Technologie sorgt ohnehin für zusätzliche Leistung, denn durch Sie kann jeder Kern zwei Threads gleichzeitig bearbeiten. Somit stehen am Ende trotz 4 Kernen volle 8 Threads zur Verfügung. Hierdurch werden die Bearbeitungszyklen wesentlich beschleunigt, sodass auch hochkomplexe Aufgaben in kürzester Zeit absolviert werden können. Besonders beim Bearbeiten von Videomaterial kann dies eine nützliche Unterstützung sein.

Grafik für mehr als nur HD

Wer gedenkt für seinen Computer ein Aufrüstkit mit dem neuen I7 zu bestellen, der bekommt auch gleich massive Grafikleistung nach Hause geliefert. Hier wurde der Grafikchip HD Graphics 530 verbaut, der unter anderem auch für 4k geeignet ist. Allerdings muss das Board dann auch über passende Anschlüsse verfügen, denn unter HD kann hier nichts mehr bewerkstelligt werden. Allerdings stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob der neue Grafikchipsatz auch mit aktuellen HD-Spielen fertig wird. Zwar kann das Modelle auf eine enorme Prozessorkraft zurückgreifen, allerdings heißt dies noch lange nicht, dass auch alle Titel reibungslos laufen werden. Daher sollte im Zweifelsfall lieber immer noch auf eine separate Grafikkarte gesetzt werden, denn deren Leistungsfähigkeit lässt sich in der Regel von keinem integriert verbauten Chipsatz übertreffen.

Aufrüsten – Ja oder nein

Ein glattes Ja oder Nein kann es hier nicht geben, denn die unzähligen Eigenschaften des Prozessors und seine Abhängigkeit von anderen Bestandteilen, macht eine Antwort schwer. Sicher ist, dass seine Leistung die der bisherigen Modelle übertreffen wird. Daher eignet sich diese Version vor allem für jene, die viel Leistung und sehr hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten benötigen. Auch Cineasten kommen mit dem Modell nicht zu kurz, denn dank neuen Board und geeigneter Endhardware, stellt auch das Streamen von 4k kein Problem mehr dar. Allerdings sollte auch ein wenig auf dem Stromverbrauch geachtet werden, denn der i7 der 6. Generation ist nicht gerade sparsam und auch die Temperaturentwicklung kann ungewollt hohe Werte annehmen, sodass eine entsprechende Kühlung Pflicht ist.

Fazit

Der 6700 k liefert wirklich alles was man von einem modernen Prozessor erwartet. Als Kit zum direkten Nachrüsten gibt es ihn aber leider nicht, denn er benötigt unweigerlich einen eigenen Sockel, der auch nicht abwärtskompatibel ist. Daher muss schon ein neues Board angeschafft werden, wenn die entsprechende Hardware nicht bereits vorliegt. Auch sollte der DDR4 Speicher gleich mit im Einkaufwagen landen, denn sowohl bei der neuen CPU wie auch bei allen Nachfolgern wird dieser Standard zur Pflichtübung werden. Allerdings gilt dies nicht für jedes Board, denn einige können durchaus noch mit DDR3 betrieben werden. Letztlich liefert das Modell eine enorme Leistungsfähigkeit, und kann 8 Threads auf einmal bearbeiten. Durch die mitgelieferte Unterstützung für 4k wird der Rechner zur Medienzentrale, mit dem Weiteres auf eine Kinoleinwand betrieben werden könnte. Daher kann das Umrüsten durchaus Sinn machen. Als einfacher Office-PC eignet sich diese Version aber nicht, denn hier wird ein enormes Maß an Leistung einfach im digitalen Nirwana verpuffen.

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